Musiker
wollen ihre Musik verkaufen, schließlich müssen sie ja leben.
Weltweit Tausende haben das Talent eines Eminem, einer Shakira, von
Coldplay; aber keine Chance, einen Deal mit einem großen Musik-Label zu
erhalten. Weil: die brauchen in jeder ihrer Sparten bloß einen, und auf
den wird alle Kraft aufgewendet. Das Internet schafft Gerechtigkeit,
jeder Musiker kann seine Musik der Welt im Webspace offerieren und
verkaufen. Die klassischen
Verkaufstalente der 20% Verkäufer, die 80% des Umsatzes bringen, machen
einen Menschen nicht unbedingt sympathischer und sind bei sensiblen
Künstlern (Gott sei Dank) oftmals schlichtweg nicht angelegt. Aus
sicherer Entfernung Songs anbieten, seine Musik verkaufen ohne den Stress einer persönlichen
Ansprache mit Bettelcharakter – das Internet macht's möglich.
Hier sind die Möglichkeiten (beachte aber die Schlussworte dieser Seite):
Eigene
Musikerhomepage mit Webshop, die natürlich besucht werden muss. Dazu
mehr auf Musiker und Web.
Hier wird dir die Verkaufsorganisation
abgenommen:
Trackseller.com. Deine Musik
verkaufen mit null Kosten, keine Gebühren, beliebig viele Songs
als mp3-download anbieten, 88,5% des Verkaufserlöses gehen an den Künstler. Du brauchst Webspace, um Songs hochzuladen, also ist eine eigene Homepage sinnvoll,
auf der von Trackseller dann auch der Verkaufslink eingefügt werden
kann. Käufer bezahlen per Kreditkarte oder Paypal.
Soundclick.com Du
bekommst kostenlos eine Künstler-Page mit Shop, beliebig viele Songs
als mp3-download anbieten, 50 % gehen an dich. Zusätzliche Promotion-Features kosten
etwas.
Potatosystem.com,
ein deutscher Anbieter,
der Basic-Account ist kostenlos, der Künstler bekommt 43 % des
Verkaufserlöses (gegebenenfalls abzüglich GEMA-Gebühren), du kannst 150
Titel anbieten.
Broadjam.com.
Monatliche Kosten $19.95, 80 % Erlös gehen an dich, eigener Domain-Name
möglich, schöne Templates für die eigene Page mit allen denkbaren
Features einer Musiker-Website.
Moyst.com, kostenlos, du kannst deine Songs
als mp3-download oder als Ringtone-download vermarkten. Ca 15% Erlös an dich .
Cdbaby.com.
Aufnahmegebühr $35. Du schickst deine CD’s an CD baby (zunächst 5), dort
wird eine Webpage für dich erstellt mit Sound-Beispielen, deinem
CD-Cover und von dir gewünschtem Text. Von jeder verkauften CD (10 bis
12$, du hast Spielraum), behält CD Baby 4$, der Rest geht per check an
dich. Etablierte Seite, das Firmenlogo muss man gesehen haben.
Am Rande sei nicht vergessen:
Wer seine Musik verkauft, dem sollten die Begriffe Steuer,
Steuernummer und Finanzamt keine Fremdworte sein. Wer der GEMA
durch Mitgliedschaft bei derselbigen Rechte übertragen hat, muss auch
den Verkauf seiner Musik übers Internet der GEMA melden und lizenzieren
lassen, also bezahlen. Das nennt sich urheberrechtliche Lizenzierung und
steht hier:
http://www.gema.de/musiknutzer/herstellen/tontraeger/handelsuebliche.shtml.
Dort steht auch, dass nur für Werke von Urhebern, deren Rechte die GEMA
vertritt, Lizenzgebühren erhoben werden, also nicht für GEMAfreie Musik. Ein Split im Sinne von: die
Songs melde ich der GEMA an und die Songs verkaufe ich GEMA-frei, geht
nicht. Ganz GEMA oder gar nicht GEMA. Die gute alte GEMA und die
revolutionären Musikverbreitungs- und Konsumierungspraktiken übers Web
finden nur sehr träge zusammen, auch wenn es neuerdings z.B. eine sehr
simple Methode der Lizenzierung von Web-Radio gibt. Auf der Seite
Copyright wird mehr dazu gesagt.