|
|

Photo: gimp-savvy.com
Die neuen Medien werden gründlich im Feld getestet. |
Vorgeschmack auf
kommunistische Verhältnisse:
Ohne Geld jedem nach seinen Bedürfnissen
Es mag schwierig sein, sich ein Leben lang kostenlos von
Probierhappen in Kaufhäusern zu ernähren, die kostenlos im Web
verfügbare Musik reicht für den Rest deiner Tage. Der
free-music-download ist nicht nur ein Angebot darauf spezialisierter
Seiten, nahezu jede zweite Internet-Site mit eingebauten Werbelinks (und das
sind Millionen) verweist irgendwie auch auf free music, free
mp3-download, kostenlos musik download, gratis-mp3. Selbst Spiegel.de
(die Zeitschrift) hat ihre Metatags mit den keywords "Musik" und "kostenlos" versehen. Weitere Quellen des kostenlosen Musikgenusses: Internetradio und
seit 2004 eine spezielle Form davon: Podcast. Im unüberschaubaren
Musik-Dschungel gekonnt neue Musik schnell finden, die zu einem passt,
ohne sich auf eine Vorauswahl durch andere verlassen zu müssen, wäre
schön, die Materie macht es aber fast unmöglich. Der Zufall ist König.
Weiter unten auf dieser Seite:
Wo kostenlos downloaden
Wie die Perlen finden?
Podcast |
|
Du kannst kostenlos downloaden von
-Musiker-Homepages von aufstrebenden Musikern. Dieser Tipp ist
zugegeben nicht viel wert, wenn du die Band noch nichts kennst.
-Websites von kostenpflichtigen Musikdiensten (siehe
Musik downloaden), alle bieten auch
Kostenloses
-Websites für kostenlosen Musik-Download (die oft aber auch
zu kostenpflichtigen Angeboten weiterleiten). Die
heißen downloadmusik.de, tonspion.de, pooltrax.com, freekidsmusic.com, peoplesound.com, ez-tracks.com und alle
denkbaren Domainnamen mit Kombinationen aus free/music/mp3/download,
neuerdings auch als .eu-Domains.
-Vertrauensnetze, die starke Musiksektionen haben (Myspace.com)
-Netlabel Wikipedia listet einen Katalog von 113
Musikrichtungen auf, für die Netlabel im World Wide Web existieren.
Chipstile, Neurofunk und Nuskool Breaks sind 3 davon. Hier werden Trends
geboren! Auf
rowolo.de/labels/ findest du Navigationshilfe.
-Websites, die sich werbewirksam aufstrebenden Künstlern verpflichtet
fühlen, auch wenn sie mit Musik so gar nichts zu tun haben, wie die
mixed tapes von Mercedes Benz.
Wie die Perlen finden?
Aber nun: Es gibt ihn, den Song, der dir den Schauer
über den Rücken laufen läßt, der dir den ultimativen Gefühlskick
versetzte, die Stimme, nach der du süchtig wärst. Er ist einen Click weit von dir
entfernt, aber du findest ihn nicht. Du nimmst dir tatsächlich Zeit,
gehst z.B. auf das Musik-Portal Soundclick.com und arbeitest in
deiner Lieblings-Musiksparte die Künstler durch, wahrscheinlich fängst
du vorne an. Das ist nicht bei A, pfiffige Bandnamen fangen mit einer
Zahl oder Sonderzeichen an, die kommen noch vor A. Nach Reinhören in 20
Songs bist du hoffnungslos müde, es warten aber noch 2000 in der
gleichen Kategorie. Fast
möchte man Mitleid mit Artist&Repertoire-Managern bekommen, bei denen
täglich CD-Stapel mit Angeboten abgeliefert werden. Und immer bleibt das
Gefühl, der nächste Song könnte eine Riesenentdeckung für dich sein.
Du kannst dir helfen lassen, solche Websites mit kostenlosem music-download
haben auch Charts, die sagen, welche Titel andere am meisten zum
runterladen animiert haben. Aber ob die deinen Geschmack haben? Es gibt
auch Websites, die die im WWW kostenlos angebotene mp3-Musik
redaktionell begutachten und Empfehlungen geben (Pionier in Deutschland
ist tonspion.de).
Hier wirst du natürlich wieder vom Urteil anderer abhängig.
Freiheit ist nun mal anstrengend.
Podcasting. Der i-pod mag ja
populär sein, aber dass er Namensbestandteil der jungen
Internet-Applikation podcast wurde ist zu viel der Ehre, noch dazu wo "podcast"
zum Wort des Jahres 2005 gekürt wurde. Man kann
natürlich jeden mp3-player dafür benutzen. Die Idee: Meine Radiosendung
hören, wenn ich es will, nicht wenn sie gesendet wird, wo ich noch gar
nicht aufgestanden bin. Ein Podcatcher prüft für dich, ob vom dir
abbonierten Sender deiner Wahl ein neuer Podcast vorliegt, downloadet
ihn auf deinen Rechner, von dort wenn du willst auf deinen mp3-Player (podcatcher
sind z.B. itunes für Mac und Windows, Winamp für Windows, ipodder für
Mac,Windows,Linux, es gibt dutzende)
Abbo heißt hier ausnahmsweise wirklich: Kostenlos! Die BBC weist
neuerdings nach jeder Nachrichtensendung auf ihren Podcast hin, apple
-i-tunes bietet 35 000 podcasts (Stand April 2006), podcast.de hat
Kataloge über ... und und und. Es ist schon wieder verdammt
unübersichtlich geworden. Denn: Jeder der will, kann jetzt seinen
Radiosender machen, wenn er keine Urheberrechte verletzt. Das ist
Demokratie und gut so. Da kann die Qualität schon mal leiden. Ob der
Name der Domain Schrottcast.de Programm ist, soll hier nicht beurteilt
werden, er deutet jedoch auf das Problem. Empfehlungen zu geben, ist
hier nicht sinnvoll, außer vielleicht für den Podcast des Erfinders der
ganzen Sache, Adam Curry:
http://dailysourcecode.com/ Wie
man abboniert und wie man podcast selbst erstellt erfährst du auf
websites wie
podster.de.
Verwandte Themen:
Download von Musikdiensten
filesharing |