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Die Probleme
"Durch kräftiges Blasen, dem
Aufblähen des Bauches, sind Trompeter und Flötenspieler von Brüchen
betroffen", zitiert das Kurt-Singer-Institut für Musikergesundheit
einen Professor aus Padua im 15.Jahrhundert. Also Vorsicht! Da sind
zunächst all die physischen Schwierigkeiten. Die Bewegungsabläufe beim
Musizieren sind, oft Instrument-bedingt, schlichtweg unnatürlich. Die
dicke Dreadnought-Folk-Gitarre, das Chello, die schwere E-Gitarre:
selbst wenn mit optimaler Haltung gespielt wird, ist der Körper dafür
nicht ausgelegt. Kommen Fehler hinzu (stundenlanges Spielen mit zu weit
weggestellter Hihat, ständiges Starren auf das Griffbrett, zu weit
vorgebeugter und verdrehter Oberkörper, Überanstrengung bei fehlenden
oder uneffektiven Pausen usw.) gibt der Körper Signal: er zeigt
Krankheitssymptome.
Nackenschmerzen, Schmerzen in den Schultern, den Fingern, an
Unter- und Oberarmen, Sehnenscheiden- und Gelenkentzündungen,
Bandscheibenvorfall, Kopfschmerzen. Sänger sind mit all den möglichen
falschen Stimmtechniken noch ein eigener großer Problemkreis. Macht man
immer so weiter, wird’s chronisch, das Ende der Karriere droht.
Und dann die Übergefahr: Das geschädigte Gehör. Zu laute
Konzerte, zu laute Proben, zu laute Instrumente (Pauke). Wegen nicht
enden wollender Ohrgeräusche sind schon Leute aus dem Hochhaus
gesprungen. Dazu am Ende der Seite ausführlicher.
Und dann haben Musiker auch noch eine Psyche, vielleicht die
sensibelste der Welt, und die ist mehr als woanders Ausnahmezuständen
ausgesetzt. Lampenfieber und Versagensängste führen zu
Schweißausbrüchen, zitternden Händen, Sehstörungen, Blackouts,
Stimmversagen.
Was du tun
kannst:
Grundsätzlich gesund leben.
Zu einer Säule gesunden Lebens, der Ernährung, erfährst du
wirklich neues auf unserer Webseite
hier.
Bewegung, Bewegung und Bewegung.
Health and fitness. Musik und Bewegung gehören eigentlich sowieso zusammen. Die
Geschmeidigkeit und Ganzkörperlichkeit, mit der Afrikaner oder
Südseebewohner ihre Instrumente spielen, solltest du dir zu eigen
machen. Musizieren muß ein Tanz sein. Und wenn du Musik ausübst, indem
du lange auf einem Platz sitzen musst, reichere den Rest deines Tages
mit viel Bewegung an. Wer sich viel bewegt, ist auch gegen psychischen
Stress viel besser gewappnet. Viel Bewegung heißt Muskeln, straffe
Sehnen und natürliche Körperhaltung. Selbst Keath Richards, dem man
jährlich vollständigen Blutaustausch nachsagt, weil der Rotweinanteil zu
hoch geworden ist, bereitet sich mit Jogging-Programmen auf Tourneen vor
und klettert auf Palmen.
Jedes Instrument hat eine optimale Spieltechnik und kann ohne ständigen
Kraftaufwand, der zu Verkrampfung führt, gespielt werden. Und selbst
wenn das Publikum den kämpfenden, mit letzter Kraftanspannung um den
einzigartigen Ton ringenden Gitarristen sehen will, bleib innerlich
locker! Bist du Künstler oder Handwerker?
Spezielle
Tipps für Musiker:
Spieltechnik:
Kraftaufwand vermindern, größere Muskelgruppen einbeziehen, wo möglich.
Keine starre Haltung, keine verkrampfte Dauerspannung.
Aufwärmen: Sportler wissen: Kaltstarts sind der sichere Weg zur
Verletzung. Deine Feinmotorik, die schließlich den ultimativen Ton
liefern soll, will eingespielt werden, vor Probe und Auftritt.
Strecken und Entspannen, kurz alle paar Minuten, länger z.B.
alle Stunde, der Kreislauf muss zirkulieren, Gifte abtransportieren.
Keine Marathon-Proben, Übertrainieren schafft Leiden, als Profi lieber
mehrere kurze Proben am Tag. „No pain, no gain“: ein verhängnisvoller
Slogan.
Lass dich nicht von der Gruppe zwingen, wenn du Pause brauchst.
Pass dein Instrument an dich an und postiere es ergonomisch
günstig oder du dich zum Instrument. Wenn der dicke Saitensatz dir deine
Hand malträtiert, nimm dünnere und heb den Bass am Equalizer etwas an,
wenn es wirklich sein muss.
Musik ohne
Gehör ist ungünstig!
Schützt die Haarsinneszellen des Innenohres.
Sie haben
ihn alle, den Tinnitus, die nicht mehr abstellbaren Hörgeräusche.
Jeff Beck, Pete Townshend (The Who), Sting, Eric Clapton, Lars Ulrich (
Drummer für Metallica), Lemmy Kilminster (Sänger Motorhead), Bono, The
Edge, Phil Collins, Mick Fleetwood , Al Di Meola, Steve Lukather
(Gitarrist von Toto), Neil Young, Barbara Streisand.
Merke:
Geschädigte Haarzellen im Innenohr des Menschen erholen sich nie wieder
zu alter Güte. Vögel können das, nicht der Mensch.
Merke:
Ohren können sich an Lärm nicht gewöhnen, auch wenn dein Hirn die
Wahrnehmung vielleicht ausblendet.
Merke: Du
kannst dich wohlfühlen und dir dabei das Gehör verderben. Das ist
gefährlich beim Konzert wie unterm i-pod-Kopfhörer. Die i-pod-Generation
wird leiden! 115 Dezibel, täglich 30 sec. lang gehört, führen über die
Zeit zu Dauerschäden. 5,2 Mio US-amerikanische Kinder zwischen 6 und 19
Jahren haben bereits Gehörschäden. Lautstärkebegrenzungen werden
zögerlich in Abspielgeräte eingebaut, kontrollieren kannst du dich nur
selber.
Für
Musiker und Konzertbesucher gibt es Filtersysteme als Ohrstöpsel, die
das Frequenzspektrum einigermaßen original durchlassen.
Bau den
Schutz deiner Ohren in dein Leben in dieser lauten Welt ein. Tinnitus?
Die Pein hast du für den Rest deines Lebens!
Web-Adressen, die weiterhelfen
können, wenn du schon ärgere Probleme hast:
Musikergesundheit.de
kurt-singer-institut.de
tinnituspatient.de/tiberichte.htm
-->Erfolgsberichte zur Regenerierung von Hörzellen durch
Low-Level-Laser-Therapie.
progressrec.com/curing-tinnitus.html
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