Die
Spanier hatten die offenen Bühne zuerst, ab 1570 mit dem Beginn ihres
„Goldenen Zeitalters des Theaters“. Die Engländer folgten mit der open
stage in den Londoner playhouses der Elisabethanischen Zeit.
Ihr habt
Songs, aber wo auftreten? Einen Veranstalter überreden , vorher Demo-CD's
hinbringen, nachfragen, noch mal nachfragen, Absage, wieder Demos. Die
ganze lästige Leier, die echte Künstler in den Selbstmord treibt.
Aber es gibt offene Bühnen. Einfach hingehen (vielleicht sich vorher
ankündigen), und loslegen. Meist ist jemand da, der bei der im Haus
vorhandenen Technik behilflich ist. Die Gefahr, nicht ranzukommen, ist
gering, erst recht bei vorheriger Absprache. 30 Minuten dürft ihr
spielen, manchmal mehr, manchmal weniger.
Ihr habt Publikum!, da der Eintritt frei ist. Wenn ihr gefallt, werdet
ihr engagiert und das nächste mal auf Eintritt bezahlt. Wenn ihr nicht
gefallt, probiert die nächste offenen Bühne, es gibt schließlich
unterschiedliche Geschmäcker. Jeder
Live-Auftritt ist für Musiker, die ans Publikum wollen, eine wichtige
Erfahrung, nutze jede offene Bühne, die du ohne großen Kostenaufwand
erreichen kannst. Bereite dich mental auf alles vor, vor allem auf ein
desinteressiertes, ignorantes Publikum, das weiterfuttert und –säuft und
redet, ohne dich eines Blickes zu würdigen. Wenn nur einer hinterher
kommt und sagt, was ihm an deiner Musik gefallen hat, gehst du stark aus
dem Auftritt raus. Und es kann ja auch besser kommen!
Hier
sind 9 Beispiel-Veranstalter in Deutschland, die regelmäßig Tage mit
Offener Bühne für jedermann im Programm haben: